Der Weg zur freiberuflichen Pflegekraft

Als selbstständige Pflegefachkraft arbeiten - das hat viele Vorteile. Doch wie wird man freiberufliche/r Pfleger/in? Auf dem Weg zur Selbstständigkeit gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zur Orientierung vorweg: Bevor Sie als selbstständige Pflegefachkraft arbeiten dürfen, müssen Sie folgende grundsätzliche Angelegenheiten klären:

Anmelden beim Finanzamt, da auch auf Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit eine Einkommenssteuer und sonstige übliche Abgaben erhoben werden, jedoch keine Umsatzsteuer (USTG 90, Abs. 2). Zum Anmelden genügt ein formloser Antrag.

Anmelden bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zwecks Unternehmerpflichtversicherung. Dies ist eine Art gesetzliche Unfallversicherung, die Sie bei Arbeits- oder Arbeitswegeunfällen und z.B. bei Berufskrankheiten absichert.

Abschließen einer Krankenversicherung: Wenn Sie hauptberuflich als freie Pflegefachkraft arbeiten wollen, sind Sie verpflichtet, eine Krankenversicherung (KV) abzuschließen.

Abschließen einer Rentenversicherung: Wenn Sie ausschließlich freiberuflich arbeiten wollen, sind Sie selbständig und gelten somit als „Pflegeperson ohne versicherungspflichtigen Arbeitgeber“. Das verpflichtet Sie, an der gesetzlichen Rentenversicherung teilzunehmen, sofern Ihr monatliches Einkommen über 400 EUR liegt. Ausnahmen sind Altenpfleger/innen, die sich von der Rentenversicherung befreien lassen können.

Anmelden beim Gesundheitsamt - dies ist nur in einigen Bundesländern nötig. Oft genügt ein formloser Antrag an das für Ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt.

Beantragen der Rentenbefreiung - empfehlenswert. Die Anstellung einer Bürokraft ist in jedem Fall am wirksamsten.

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